porgy and bess 

theater an der wien | 2020

 

 

set and costume design

assoc costume designer

choreography

lighting

conductor

photos

Katrin Lea Tag

Lejla Ganic

Louisa Talbot

Bernd Purkrabek

Wayne Marshall

© Monika Rittershaus

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PRESS:

 

★★★★★  "Mit George Gershwins Porgy and Bess gelingt dem Theater an der Wien das seltene Wunder einer in allen Details stimmigen Opernproduktion ...Wollte man nach Schwachpunkten auf der Bühne suchen, man fände keine. Da ist keiner im ganzen Slum, der nicht her vorragend singen und spielen kann, eine seltene Kombination auf Opernbühnen. Wild fügte sie alle in penibler Detail-arbeit zu einem kompakten Ensemble von wunderbarer Natürlichkeit zusammen ... Anhaltender Jubel für ein seltenes Opernereignis." KLEINE ZEITUNG

"Porgy and Bess arrives in Vienna full of vim and vigour ... Wild’s production aptly broadens Gershwin’s original to a modern-day multi-cult asylum-seekers’ camp ... surprising touches and originality infuse Wild’s concept ... an exceptional evening." THEOPERACRITIC

"Jubel für Gershwins Porgy and Bess: Regisseur Matthew Wild versetzt die Story behutsam und mit Gewinn in die Gegenwart ... Dass der südafrikanische Regisseur Matthew Wild die Story aus dem historischen Süden der USA in eine europäische Küstenstadt der Gegenwart verlegt, wo Geflüchtete aus verschiedenen Kulturen und Religionen in einer Art Dauerprovisorium zusammenleben, verwässert nichts von den ursprünglichen Intentionen, sondern verstärkt sie allenfalls noch. Katrin Lea Tag hat dazu auf der Drehbühne ein gutes Dutzend Schiffscontainer aufgetürmt, das den Gestrandeten auf drei Ebenen als Behausung dient.​"​ DIE PRESSE

"Die wirkliche Leistung des Abends gelingt allerdings Regisseur Matthew Wild. Er meidet jede Südstaatenromantik aus der "guten alten Zeit" wie sonst oft bei gängigen Inszenierungen. Auch wenn eine dem Werk innewohnende Armutsidylle unvermeidlich ist, verlegt Wild das Geschehen dankenswerterweise aus der Vergangenheit in eine nicht näher bestimmte Jetztzeit. Die Gesellschaft der Catfish Row ist eine in einem Slum lebende Gemeinschaft aus Außenseitern, Flüchtlingen, Randfiguren. Es sind stimmig gesetzte Eingriffe, die das Geschehen ins Heute heben, wenn etwa Clara als Frau des Fischers Jake Muslima ist oder das Dorf sich aus Schiffscontainern zusammensetzt. Diese Symbole der Globalisierung und ihrer Folgen türmen sich auf drei Stockwerken zu einem Setzkasten der Spielmöglichkeiten. In diesem Ambiente gelingt das Kunststück, an den geforderten Stellen eine Atmosphäre der Entspannung, der Lebensfreude abseits gekünstelter Polterlacher zu erzeugen, was den guten Sänger-Schauspielern und den beteiligten Streetdancern zu verdanken ist. Zugleich bürstet Wild das Geschehen immer wieder gegen den Strich, wenn er etwa das berühmte Wiegenlied "Summertime" bei strömendem Regen intonieren lässt." APA

★★★★  "Seltenes Glück ... hingehen, bevor's zu spät ist" WIENER ZEITUNG

★★★★★  "Und so sind sie letztlich erfolgreich an der Wien gelandet, die Bewohner der trostlosen Catfish Row, einer Elendsgegend, die Regisseur Wild zu einer Art Flüchtlingslager umfunktioniert. Ineiner pyramidenförmig aufgetürmten Container-Siedlung (Bühne und gemeinsam mit Lejla Ganic Kostüme: Katrin Lea Tag) hausen der lahmende Porgy, die flatterhafte und drogenabhängige Bess, die kleinen Dealer und Spieler, die Christen und die dem islamischen Glauben Angehörigen. Polizeigewalt gibt es bei Wild naturgemäß auch, er stellt sie jedoch dankenswerterweise (Stichwort: BlackLivesMatter") niemals plakativaus. Und so läuft diese kluge, auch sehr tourneetaugliche Inszenierung routiniert ab und gibt den Darstellern viel Raum zur Entfaltung ... Und der Jubel am Ende zeigte eines: Grenzen gibt es nur im Kopf. Schön!" KURIER

"Umso mehr bewundert man, was Matthew Wild, künstlerische Leiter der Cape Town Oper (Kapstadt, Südafrika) hier im Theater an der Wien auf die Bühne stellt. Kein romantisches Fischerdorf mehr, sondern eine Art Container-Stadt, man denkt an Flüchtlinge, besonders wenn „Party, Party“ dann auf einer Müllhalde mit Hekatomben alter Kleider (die vermutlich von uns dorthin geschickt wurden) stattfinden. Fischerboote muss es noch geben, sonst keine erkennbaren Versatzstücke, die in die einstigen Südstaaten zurück verweisen. Was an der Inszenierung in dieser „coolen“ und doch stimmigen Ausstattung (Katrin Lea Tag) so besticht: Sie ist ehrlich, sie tut in der vom Original abweichenden Welt nicht zu viel und nicht zu wenig (vor allem nichts Falsches), und sie erzählt absolut die Geschichte. Und das so klar wie möglich, was bei den Überschwang und Überhang an Figuren und Geschehen (besonders im ersten Teil) gar nicht so einfach ist." ONLINE MERKER